Haus am Brunnen eröffnet ein zweites Mal
17.06.2026 • Stuhr

Aus der ehemaligen stationären Pflegeeinrichtung werden ambulant betreute Demenz-Wohngemeinschaften mit Tagespflege.
Mit dem Einzug der ersten Bewohner am 15. Juni 2026 hat die Bremer Specht Gruppe das Haus am Brunnen in Stuhr-Brinkum als erstes Objekt ihrer neuen Marke „PflegeWohnen im Quartier“ eröffnet. Aus der ehemaligen stationären Pflegeeinrichtung entstand nach umfassenden Investitionen ambulant betreute Demenz-Wohngemeinschaften für 43 Senioren mit angeschlossener Tagespflege.
Das Haus blickt auf eine lange Geschichte zurück: Die Immobilie wurde Anfang der 90er Jahre von der Specht Gruppe entwickelt und betrieben. Nach dem Verkauf der damaligen Betreibergesellschaft an den französischen Pflegekonzern Emeis wurde der Standort über viele Jahre als stationäre Pflegeeinrichtung weitergeführt. Als die Entscheidung fiel, den Betrieb Ende 2025 einzustellen, entschloss sich die Specht Gruppe gemeinsam mit den Eigentümern, das Haus neu auszurichten und langfristig zu erhalten.
„Die Schließung eines etablierten Pflegestandortes erschien uns angesichts des steigenden Bedarfs an Pflege- und Betreuungsangeboten nicht nachvollziehbar. Deshalb haben wir gemeinsam mit den Eigentümern nach einer zukunftsfähigen Lösung gesucht und diese Immobilie neu gedacht“, erklärt Rolf Specht, geschäftsführender Gesellschafter der Specht Gruppe.
Im Mittelpunkt des neuen Konzepts stehen kleinere, überschaubare Wohnstrukturen für Menschen mit Demenz. Die Bewohner leben in Wohngemeinschaften und werden rund um die Uhr betreut. Ergänzt wird das Angebot durch eine Tagespflege. Ziel ist es, den Bewohnern ein möglichst selbstbestimmtes Leben in einem familiären Umfeld zu ermöglichen.
Betrieben wird das Haus von der neu gegründeten Gesellschaft PflegeWohnen im Quartier. Die Geschäftsführung habe Sabine Ammon und Sören Pols, der zugleich den Weser Pflegedienst führt, übernommen.
Für die Specht Gruppe steht das Projekt beispielhaft für die Zukunftsfähigkeit bestehender Pflegeimmobilien. Während die meisten stationären Pflegeeinrichtungen auch künftig unverzichtbar bleiben, gewinnen alternative Wohn- und Betreuungskonzepte zunehmend an Bedeutung. „Wir brauchen mehr Mut, bestehende Immobilien an veränderte Anforderungen anzupassen. Nicht jede Pflegeimmobilie muss dauerhaft in ihrer ursprünglichen Form genutzt werden. Das Haus am Brunnen zeigt, welches Potenzial in einer Umnutzung steckt“, so Specht.
Gleichzeitig sieht das Unternehmen in solchen Projekten einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit. Seit der Unternehmensgründung im Jahr 1988 hat die Specht Gruppe mehr als 150 Pflege- und Seniorenimmobilien entwickelt. Keine dieser Einrichtungen steht heute leer.
„Die nachhaltigste Immobilie ist oft die, die bereits gebaut wurde und weiterhin Menschen dient“, sagt Specht.
Mit dem Haus am Brunnen möchte die Specht Gruppe einen Impuls für die Weiterentwicklung der Pflegeinfrastruktur setzen und zeigen, wie bestehende Standorte durch innovative Konzepte erhalten und zukunftsfähig gestaltet werden können.
